Die Apotheke vor Ort digitalisieren, dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen und die Gesundheitsversorgung in Deutschland nachhaltig verbessern – all das hat sich die GEDISA auf die Fahnen geschrieben.
Dabei möchte die GEDISA nicht nur Impulsgeber sein, sondern Apotheken das Rüstzeug an die Hand geben, das sie brauchen, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen stark und selbstbewusst entgegenzutreten.
Was als kleines Start-up begann, ist mittlerweile ein hochgradig innovatives, mittelständisches Unternehmen, das durch seine besondere Struktur einzigartig ist. Als standeseigener Akteur ist die GEDISA den Apotheken und der Gesundheitsversorgung verpflichtet. Gewinne sind wichtig – stehen jedoch an zweiter Stelle!
Kommunikation und Sicherheit
Die GEDISA arbeitet nicht nur an neuen und besseren Wegen, wie Apotheken sich miteinander vernetzen können, sondern auch an entsprechenden Schnittstellen für Kundinnen und Kunden. Konkret bedeutet das, dass alle Apotheken mit Kommunikationsinstrumenten ausgestattet werden und so die Vorstufe für den TI-Messenger bereits erreicht ist. Dabei ist Datenschutz und Informationssicherheit zentral. So stellt die GEDISA nicht nur rund 15.000 Server zur Verfügung, sodass wirklich jede Apotheke auf einen eigenen Server zugreifen kann, sondern positioniert diese auch in Deutschland. Auf diese Weise kann Schutz vor Zugriff aus dem Ausland gewährleistet werden.
Vernetzung über die Apotheken hinaus
Bei der GEDISA geht es um die Vision einer voll-integrierten Struktur. Das bedeutet: Ein Service für die Kommunikation, die Termin- und Personalverwaltung, Möglichkeiten zur revisionssicheren Datenablage, Telepharmazie und Zertifikaterstellung. Das alles mit App-Anbindung – sowohl für Apothekerinnen und Apotheker als auch für Kundinnen und Kunden. Es geht um echte Digitalisierung – für alle! Aber damit nicht genug! Mittelfristig sollen vor allem die Kommunikationstools nicht nur Apothekerinnen und Apothekern zur Verfügung stehen, sondern das gesamte Gesundheitswesen miteinander vernetzen. Ob Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal oder andere Bereiche –wenn alle miteinander kommunizieren, können unglaubliche Synergien und Effizienzgewinne entstehen.
Ein starker Partner – auch in Zukunft
Zusätzlich zu den technischen Sicherheitsaspekten spielt auch die Zukunftssicherheit eine Rolle. Als Unternehmen, das von den Apotheken, für die Apotheken ins Leben gerufen wurde, geht es um eine nachhaltige Verbesserung des Apotheken-Alltags sowie der Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung. Anders als private Anbieter kann sich die GEDISA hier voll und ganz auf den Unternehmenszweck konzentrieren. So geht es immer auch um mittel- und langfristige Perspektiven – um das große Ganze! All diese Punkte lassen sich letztlich auf einen Nenner bringen. Die GEDISA arbeitet unermüdlich an einem sicheren und zukunftsfähigen Standard im Gesundheitswesen.
Wirtschaftsbericht
Mit dem Eintrag ins Handelsregister Potsdam (HRB 36175 P) am 11. November 2021 wurde die GEDISA – Gesellschaft für digitale Services der Apotheken mbH rechtsfähig. Sitz der Gesellschaft ist Potsdam.
Die GEDISA wurde gegründet, um digitale Anwendungen im Gesundheitswesen im Allgemeinen bzw. im Apothekensektor im Besonderen zu entwickeln und zu betreiben. Dazu zählen auch die Entwicklung und Veröffentlichung von Schnittstellen zur Einbindung relevanter Dritter.
Gerade die Digitalisierung hat in den letzten Jahren mannigfaltige Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen angestoßen hat auch den Apothekensektor erfasst. Das bedeutet letztlich, dass immer mehr organisatorische und betriebliche Prozesse, deren Dokumentation sowie die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren wie Ärzten, Apotheken, Krankenhäuser und Krankenkassen digital ablaufen. Digitale Technologien wie elektronische Patientenakten, Telemedizin oder Telepharmazie, Apps und Wearables ermöglichen eine bessere Versorgung, schnellere Diagnosen und eine höhere Patientenzufriedenheit.
Im Apothekensektor heißt Digitalisierung, dass Apotheken zunehmend digitale Technologien und Dienstleistungen nutzen, um ihre Arbeit effizienter zu gestalten und eine bessere Patientenversorgung zu gewährleisten. Gerade in diesem Prozess wollen wir für die Apotheken ein Treiber der digitalen Entwicklung und verlässlicher Partner sein. Unsere Angebote werden allen Apotheken, deren Verbänden, Patienten
Gesellschafter
Apothekerverband Brandenburg e. V.
Apothekerverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Apothekerverband Nordrhein e. V.
Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V.
Apothekerverband Schleswig-Holstein e. V.
Bayerischer Apothekerverband e. V.
Berliner Apotheker-Verein e. V.
Bremer Apothekerverband e. V.
Hamburger Apothekerverein e. V.
Hessischer Apothekerverband e. V.
Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V.
Landesapothekerverband Niedersachsen e. V.
Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt e. V.
Saarländischer Apothekerverein e. V.
Sächsischer Apothekerverband e. V.
Thüringer Apothekerverband e. V.
Aufsichtsrat
Dr. Peter Froese (Schleswig-Holstein) – Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ina Hofferberth (Baden-Württemberg) – Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats
Dr. Susanne Damer (Berlin) – Mitglied des Aufsichtsrats
Dr. Jan-Niklas Francke (Rheinland-Pfalz) – Mitglied des Aufsichtsrats
Dr. Alexander Schneeberg (Thüringen) – Mitglied des Aufsichtsrats
Frank Germeshausen (Niedersachsen) – Mitglied des Aufsichtsrats
Prof. Dr. Armin Hecker (Berlin) – Mitglied des Aufsichtsrats
Thomas Pfänder (Büren) – Mitglied des Aufsichtsrats
Prof. Dr. Dr. Christian Bernzen (Hamburg) – Mitglied des Aufsichtsrats
Darstellung des Geschäftsverlaufs
Produktion
Einer der Schwerpunkte unserer Tätigkeit im Berichtszeitraum 2022 war in der ersten Jahreshälfte die Vorbereitung der Übernahme des GEDISA ApothekenPortals „mein-apothekenportal.de“. Mit der Übernahme des GEDISA ApothekenPortals zum 1. Juli 2022 waren diese Tätigkeiten abgeschlossen.
Nach der Übernahme war es ab der zweiten Jahreshälfte wichtig, Datenschutz und Informationssicherheit für das Portal den neuesten gesetzlichen Bestimmungen anzupassen bzw. wurde die Performance entsprechend optimiert. Zeitgleich begann die Entwicklung einer Kommunikationsplattform (ein Ende-zu-Ende verschlüsselter Chat) für die Kommunikation innerhalb der Betriebsstätten sowie für die Kundenkommunikation. Entwicklungspartner hierbei ist die Famedly GmbH. Zusätzlich wurde durch uns die Entwicklung weiterer Fachanwendungen im GEDISA ApothekenPortal forciert – z. B. das Terminmanagement-Tool oder das Impfportal für Grippeschutz- und COVID19-Impfungen in den Apotheken. Über das Terminmanagement-Tool, das wir durch unsere Beteiligung an APOMONDO just in time zur Verfügung stellen konnten, wird den Kundinnen und Kunden der Apotheken freie Beratungstermine angeboten.
Die jeweiligen Anwendungen im GEDISA ApothekenPortal werden für die Kundinnen und Kunden der Apotheken mit dem GEDISA KundenPortal „mein-apothekenmanager.de“ verknüpft. Gerade bei den Suchanfragen zu Apotheken im GEDISA KundenPortal sind wir mittlerweile Marktführer.
Wir sind bestrebt, die Angebote für die Apothekerinnen und Apotheker beständig auszubauen. Um unsere Produktpalette abzurunden und unsere Konkurrenzfähigkeit im Markt zu stärken, haben wir mit der Entwicklung neuer Produkte begonnen - so planen wir, in 2023 die Ende zu Ende verschlüsselte Chatkommunikation auf allen Ebenen fertigzustellen. Zudem entwickeln wir für das GEDISA ApothekenPortal einen Sicheren Datenraum (SDR) sowie ein revisionssicheres E-Mail-Management für alle Apotheken. Unsere Gesamtleistung stieg in 2022 auf 8.619.478,00 EUR.
Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen in Höhe von 1.872.939,54 EUR getätigt. Durch umfangreiche weitere Neuinvestitionen in 2023 wollen wir die Effizienz unseres Unternehmens weiter verbessern.
Den größten Anteil an den Investitionen nahm unsere Beteiligung an der Apomondo GmbH ein. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt war die Ausstattung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit entsprechenden Arbeitsmitteln sowie die notwendige Betriebs- und Geschäftsausstattung unserer Firma.
Insgesamt stehen den Investitionen in 2022 Abschreibungen und Abgänge in Höhe von 292.160,16 gegenüber.
Die Sachanlageinvestitionen betrugen 111.387,16 EUR und lagen damit um 69.849,00 EUR über den Abschreibungen.
Im Bereich der Finanzanlagen investierten wir 502.759,88 EUR.
Die Finanzierung der Investitionen erfolgte in 2022 überwiegend über die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen der Landesapothekerverbände.
Insgesamt beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände im Berichtsjahr auf 1.370.179,66 EUR und lagen damit erheblich über den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 292.160,16 EUR.
Unsere wichtigsten Investitionsziele waren:
Modernisierung und Ausbau der vorhandenen Kapazitäten
Erweiterung des Leistungsangebotes auf den Portalen
Die Investitionen betrafen immaterielle Vermögensgegenstände in Form von so genannten:
Mietrechten
Geschäftswerten
Software / Entwicklungen
Unsere Investitionen dienten hierbei überwiegend der Sicherung und dem Ausbau unserer Wettbewerbsfähigkeit im Markt. Bei den Sachanlagen handelt es sich um die üblichen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen. Zur Beseitigung von Engpässen wurden gezielt Erweiterungsinvestitionen durchgeführt. Zur Zeit bestehen unsererseits keine Investitionspläne in erwähnenswertem Umfang.
„Den größten Anteil an den Investitionen nahm unsere Beteiligung an der Apomondo GmbH ein.“
Sacha Hansen
Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben
Ziel unserer Kreditpolitik ist es nach wie vor, durch die Aufnahme kurzfristig verfügbarer Fremdmittel unser Unternehmenswachstum finanziell abzusichern, solange noch keine Dienstleistungsverträge geschlossen wurden. Der Großteil der Finanzierung erfolgte im Berichtszeitraum noch aus den Einnahmen der Landesapothekerverbände.
Die Investitionsmaßnahmen konnten somit weitgehend mit Eigenmitteln finanziert werden. Zum Ende des Jahres 2022 gab es lediglich noch drei Darlehensverträge mit Landesapothekerverbänden, die im zweiten Quartal 2023 die finale Klärung steuerlicher Bedenken anstreben.
Kurzfristige Fremdmittel wurden von uns zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen eingesetzt. Unsere Maßnahmen führten zu einem ausgeglichenen Finanzbild. Das Anlagevermögen war zu 76,62 % durch langfristiges Kapital gedeckt. Die Investitionen konnten durch die Zunahme kurzfristiger Mittel finanziert werden.
Personal- und Sozialbereich
Im Berichtszeitraum hat sich die Mitarbeiterzahl zum Ende des Jahres 2022 auf insgesamt sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht, darunter eine Teilzeitkraft.
Unser daraus resultierender Personalaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr damit auf 466.416,84 EUR. Auf der Grundlage spezieller Bedarfsanalysen haben wir im Berichtsjahr eine Mitarbeiterin zu externen Weiterbildungen entsandt, um ihre weitere berufliche Qualifikation in Richtung Personalmanagement zu fördern.
Zur vollumfänglichen Gewährleistung unserer vielfältigen Aufgaben lt. Gesellschaftervertrag sowie zur Sicherung eines stabilen innerbetrieblichen Ablaufs ist ein weiterer Personalaufbau notwendig. Im Mittelpunkt standen und stehen dabei Maßnahmen zur Akquise neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Etablierung sozialer Leistungen bzw. Angebote für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt planen wir im Personalbereich mit einem Wachstum von rund 300 Prozent.
Umweltschutz
Umfassender Umweltschutz und hohe Sicherheitsstandards haben für unser Unternehmen hohe Priorität. Im Folgenden sollen alle wesentlichen Auswirkungen unserer Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt dargestellt werden.
Die getroffenen Umweltschutzmaßnahmen betreffen insbesondere:
den Betrieb energieeffizienter und trotzdem hochsicherer Infrastruktur
den internen Betrieb energieeffizienter Geräte
Nutzung von Ökostrom
Ziel unserer umweltpolitischen Maßnahmen ist die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Auflagen sowie der darüber hinaus gehende Schutz der Umwelt.
Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
Der gesamtwirtschaftliche konjunkturelle Abschwung hat sich auch in 2022 fortgesetzt. Das machte sich leider auch im Apothekensektor bemerkbar. So mussten im Berichtszeitraum 2022 bundesweit 393 Apotheken schließen. Dieser Trend wird sich auch in 2023 fortsetzen.
Trotzdem der schwierigen konjunkturellen Lage lieferte die GEDISA einen erfolgreichen Marktstart und konnte im Jahr 2022 wirtschaftliche Erfolge verzeichnen. Gerade die zurückliegende Pandemie machte deutlich, wie wichtig die Digitalisierung auch für die Vor-Ort-Apotheken ist, um betriebliche Abläufe zu optimieren und kostengünstiger zu gestalten. Für die GEDISA hatte vor allem das Tool zur Ausstellung digitaler
Impfzertifikate (in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut – RKI) positive wirtschaftliche Effekte.
Trotz der allgemein schwierigen Wettbewerbssituation in unserer Branche können wir ein ausgeglichenes Ergebnis in Form eines geringen Jahresfehlbetrages in Höhe von 60.400,91 EUR als Betriebsergebnis vorlegen. Träger des Wachstums war die Inlandsnachfrage durch die Mitgliedsapotheken der Gesellschafter.
Umsatz- und Auftragsentwicklung
Die Umsatz- und Auftragsentwicklung ist zufrieden stellend und entspricht der geplanten Entwicklung. Die allgemeine Branchenentwicklung zeigte sich nicht in den Umsätzen des Unternehmens.
Im Bereich der durch gesetzliche Anforderungen an die Digitalisierung der Apotheken entstandenen Aufträge konnte zudem der Auftragsbestand erheblich ausgeweitet werden. Trotz allem ist die allgemeine Auftragslage für unser Unternehmen eine Herausforderung.
Im Verlauf des Berichtsjahrs konnten wir unsere Wettbewerbsposition im Bereich digitaler Portale für Apotheken und deren Kunden stabilisieren und weiter ausbauen.
Darstellung der Lage
Vermögenslage
Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 17,17 % gekennzeichnet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 42,92 %.
23,99 % der Bilanzsumme entfallen auf kurzfristiges Fremdkapital.
Die Liquiditätslage des Unternehmens war im Berichtsjahr als herausragend zu bezeichnen. Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen verlässlich erfüllen können.
Unser Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 9.183.834,95 EUR erhöht.
Die Investitionsmaßnahmen konnten im Wesentlichen mit eigenen Mitteln durchgeführt werden und stärken die zukünftige Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens.
Wertpapiere und flüssige Mittel umfassen 39,81 %.
Unser Gesamtkapital beträgt zum Abschluss des Jahres 9.209.034,06 EUR.
An der Bilanzsumme hat unser Eigenkapital zum 31.12.2022 einen Anteil von 13,15 %.
Finanzlage
Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Wir gehen davon aus, dass wir entsprechend unserer wirtschaftlichen Entwicklung auch künftig unseren Verpflichtungen verlässlich und pünktlich nachkommen.
Zudem werden wir unsere Investitionsvorhaben der kommenden Jahre, trotz einer schwierigen Marktlage und einer stetig wachsenden Konkurrenz im Markt, auch weiterhin aus eigenen Mitteln durchführen können.
Wir rechnen damit, die derzeitige Verschuldung in Höhe von 86,85 % der Bilanzsumme weiter abbauen zu können.
Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.
Ertragslage
Wir haben ein Jahresergebnis von -57.391,82 EUR vor Ertragsteuern erzielt.
Die Umsatzerlöse von 8.619.478,00 EUR wurden dabei im Wesentlichen von den Entwicklungs- und Betriebskosten des Apothekenportals in Höhe von 7.272.164,34 EUR aufgezehrt.
Als wichtige Kennzahl ist die Personalkostenquote von 5,41 % anzuführen, welche sich in den nächsten Jahren kontinuierlich erhöhen wird.
Risikobericht
Risikomanagementziele und -methoden
Unser Risikomanagement hat das Ziel, Risiken zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um daraufhin geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikominimierung zu ergreifen. Ein zentrales Ziel dabei ist, mögliche Schäden für unser Unternehmen zu minimieren oder sogar zu vermeiden. Dazu werden verschiedene Methoden und Instrumente eingesetzt.
Eine wichtige Methode des Risikomanagements ist die Risikoanalyse. Diese umfasst eine systematische Untersuchung möglicher Risiken, um deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen abzuschätzen. Die Risikoanalyse kann dabei entweder qualitativ oder quantitativ erfolgen.
Bei der qualitativen Risikoanalyse werden Risiken auf Basis von Erfahrungswerten, Expertenwissen und Schätzungen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen werden dabei in Kategorien wie „gering“, „mittel“ oder „hoch“ eingestuft. Die quantitative Risikoanalyse hingegen erfolgt mithilfe von statistischen Methoden und Berechnungen. Hierbei werden Risiken mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen quantifiziert.
Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Die Elemente des Risikomanagementsystems sind:
Risikosteuerung
Risikocontrolling
Risikoreporting
Zu einem internen Überwachungssystem gehören:
Anwendung einheitlicher Richtlinien
Einsatz zuverlässiger Software
Auswahl und Schulung qualifizierten Personals
Laufende Prüfungen durch interne Revision
Abweichungsanalysen
Arbeitsanweisungen
Regelungen zur Vertretungsvollmacht
Maßnahmen zur Funktionstrennung
Wir wollen im Interesse unseres Unternehmens und unserer Gesellschafter rechtzeitig Risiken erkennen, analysieren und minimieren, um Schäden für das Unternehmen oder die Gesellschafter zu vermeiden bzw. zu minimieren.
Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken
Preisänderungsrisiken können grundsätzlich im Folgejahr grundsätzlich ausgeschlossen werden. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme durch geschlossene Dienstleistungsverträge mit unseren größten Kunden reduziert.
Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale
Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale sind Faktoren, die das wirtschaftliche Fortbestehen eines Unternehmens oder einer Organisation gefährden können. Solche Faktoren können aus unterschiedlichen Bereichen kommen und vielfältig sein. Einige Beispiele für wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale sind:
Finanzielle Risiken: stark schwankenden Wechselkursen, Zahlungsausfällen oder Liquiditätsengpässen
Technologische Entwicklungen: neuen Technologien oder Anbieter
Marktveränderungen: neue Wettbewerber, gesetzliche Regulierungen oder veränderte Kundenbedürfnisse
Personelle Risiken: Fehlende Fachkräfte, mangelnde Motivation der Mitarbeiter oder ein schlechtes
Betriebsklima
Naturkatastrophen
Um wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale zu minimieren, müssen wir Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren. Eine umfassende Risikoanalyse sowie eine entsprechende Absicherung durch Versicherungen oder andere Maßnahmen können dazu beitragen.
Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale
Unsicherheiten entstehen aus:
Überschuldung
Zahlungsunfähigkeit
verschärfenden gesetzlichen Auflagen hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz
gesellschaftsrechtlichen und gesellschaftsvertraglichen Verpflichtungen
Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften
Sonstige nicht bestandsgefährdende Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Sonstige nicht bestandsgefährdende Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können Risiken sein, die nicht direkt die Existenz eines Unternehmens gefährden, aber dennoch signifikante Auswirkungen auf die Finanzsituation haben können.
Folgende Risiken beeinträchtigen die künftige Entwicklung des Unternehmens:
Produktionsbereich
Abhängigkeit von wenigen Umsatzträgern
Verschlechterung der Qualität der Entwicklung
Fehlen innovativer Produkte
Geringer Deckungsbeitrag der Produkte
erhöhte Ausschussquoten
Investitions-/Finanzierungsbereich
Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens
Fehlende Kreditsicherheiten
Steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele
Personal
Mangel an qualifiziertem Personal
Überproportionale Entwicklung des Personalaufwands zum Umsatz
„Unsere Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.“
Sascha Hansen
Die Entwicklung des Unternehmens kann unter bestimmten Umständen auch durch den Einfluss externer Umweltfaktoren gefährdet sein, z. B.:
Abhängigkeit von externen Entwicklern
Steigende Energiekosten
Wichtige Abnehmerbranchen für die GEDISA sind Apotheken und deren Kunden. Die konjunkturellen Veränderungen der Apotheken beeinflussen auch die künftige Entwicklung unseres Geschäfts.
Prognosebericht
Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf der Budgetplanung für die Jahre 2023 und 2024 und basieren auf bestehenden Plänen bzw. bereits geschlossenen Verträgen. Damit erscheint uns aus heutiger Sicht folgende wirtschaftliche Prognose als realistisch:
Grundlage der Planung sind bestehende Pläne zur Entwicklung sowie bereits geschlossene Verträge mit den Gesellschaftern. Die Effekte der Konjunktur bzw. die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben keinen elementaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der GEDISA – Gesellschaft für digitale Services der Apotheken mbH.
In den kommenden zwei Jahren wird ein steigender Umsatz erwartet. Auch das Ergebnis wird über den Werten von 2022 erwartet.
Viele Risiken, die im Teil „Risikobericht“ beschrieben sind, bieten dem Unternehmen auch Chancen. Nachfolgende Risiken bieten hervorragende Chancen:
Umfeld, Branchen- und Wettbewerbsrisiken
Produktrisiken
Finanzrisiken
Investitionsrisiken
Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:
Belebender Konjunktur
Erschließung neuer Absatzmärkte
Einer stabilen finanziellen Situation
Neuen innovativen Produkten
Hoher Produktqualität
Unsere Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.
Mit wenig Personal hat die GEDISA 2022 die Plattform des Deutschen Apothekerverbandes übernommen und bis zu 60.000 Nutzer registrieren können.
2022 war unser erstes richtiges Geschäftsjahr. Wir haben ja erst am 11. November 2021 um 11:30 Uhr die Gründungsurkunde für GEDISA unterzeichnet. Bis April 2022 habe ich das Unternehmen allein vertreten. Dann kam der Marketingmanager dazu, danach haben wir sukzessive Personal aufgebaut. Wir konnten damit beginnen, die ersten Dienste zu etablieren beispielsweise für die Grippeschutzimpfung und die Covid-19-Impfung. Mitte des Jahres haben wir die Plattform vom Deutschen Apothekerverband übernommen. Ich halte 2022 für ein sehr erfolgreiches Jahr insbesondere unter dem Aspekt, dass wir das Geschäft mit sehr wenigen Mitarbeitern aufgebaut haben. Die Teilnahme an der Messe Expopharm im September hat uns einen großen Auftrieb gegeben. Da haben alle GEDISA-Mitarbeiter intensive Gespräche geführt und unsere Angebote bekannt gemacht.
Wir konnten in unserem ersten Geschäftsjahr einen Umsatz von elf Millionen Euro innerhalb der Gesellschaft, die zu 95 Prozent durch die Apotheken kollektiv gefördert wird, erwirtschaften. In der Spitze haben wir bis zu 20000 User auf dem Portal zählen können. Über unsere Plattform wurden sehr massiv Impfzertifikate ausgestellt. Dieses Geschäftsfeld ist mit der abnehmenden Bedeutung der Corona-Schutzimpfungen eingebrochen. Das werden wir mit neuen Applikationen kompensieren, mit denen wir im September auf den Markt kommen werden.
„Bei uns sind die sensiblen Daten sicher, weil wir frei sind von kommerziellen Interessen.“
Sören Friedrich
Wir werden erfolgreich sein, wenn die Apotheken bei der Digitalisierung weiter vorankommen. Für diesen Weg haben wir Angebote wie einen Maildienst im Portfolio. Von 60000 Beschäftigten in den deutschen Apotheken haben 45000 noch keine eigene E-Mail-Adresse, das wollen wir ändern. Wir haben nicht nur die Digitalisierung der Apotheken auf der Agenda, sondern auch den Anspruch, Dienstleistungen für alle Apothekerinnen und Apotheker zu erbringen.
Wir gehören als GEDISA zur Apotheken-Familie. Wir gehören zu 100 Prozent den Apotheken. Da sollte eine große Vertrauensbasis bei den Apotheken vorhanden sein. Bei uns sind die sensiblen Daten sicher, weil wir frei sind von kommerziellen Interessen. Wir wollen der digitale Maschinenraum sein und die Apotheken vor Ort rüsten für den Wettbewerb gegen mächtige Mitbewerber.
Ich gehe von einem sehr guten Jahr 2023 aus und bin mir sicher, dass wir mit unseren Angeboten überzeugen können.